Vatertagsausflug

Zum diesjährigen Vatertagsausflug fanden sich vier unentwegte Schachwanderer, die einen gemütlichen kleinen Ausflug nach Auerbach und wieder zurück machen wollten. Aber wie so oft verlief der Tag anders als geplant.

Nach dem spätmorgendlichen Marsch durchs idyllische Auerbachtal machten wir zunächst einen Zwischenstopp bei Schachfreund Wieland. Nachdem der erste Durst gelöscht war, zogen wir weiter zur Dorfplatzhocketse des Musikvereins Auerbach. Hierher kamen wir schon seit Jahren und hatten noch in jedem Jahr einen Sitzplatz gefunden. Doch was fanden wir dieses Jahr vor ? Aus der gemütlichen Hocketse war eine ungemütliche „Stehetse“ geworden. Es waren zwar etliche Plätze noch frei, doch allesamt mit fiesen grünen „Reserviert“-Tafeln versehen, die einem in Kompaniestärke angerückten Gesangverein aus der Pfalz galten, der währenddessen seinen Auftritt zelebrierte. Ein schnelles Getränk und – wen der Hunger zu sehr plagte – auch ein kleiner Stehimbiss, und da erklang auch schon „Das Wandern ist des Müllers Lust“, was wir dann einfach als Aufforderung zum Aufbruch ansahen. Glücklicherweise erinnerten wir uns dran, dass der Freizeitsportverein Weiler ebenfalls ein Fest ausrichtete und als besonderes Ereignis um 14 Uhr ein Bogenturnier für Vereine veranstaltete. Schnell wurden Michael und Sonya über das neue Ziel informiert und sie sagten zu, dorthin zu kommen.

Dank des Einsatzes moderner Technik (das GPS-Gerät führte uns auf einen Weg, den wir ohne diese Hilfe nie für einen Weg gehalten hätten, der aber tatsächlich direkt zum Ziel führte) kamen wir auch nur so wenig zu spät, dass noch eine Teilnahme möglich war, denn das Thema „Pfeilsuche beim Probeschießen“ führte zu  gewaltigen Verzögerungen.

Dankbar, dass wir als Nicht-Kelterner Verein überhaupt zugelassen wurden, meldeten wir zwei Zweiermannschaften.  Während der SCI 1 mit Markus und Axel einen achtbaren vierten Platz unter den acht Mannschaften belegten, wurden Sonya und Michael als SCI 2 ihrer klammheimlichen Favoritenrolle gerecht und gewannen das Turnier mit großem Vorsprung, was die unangenehme Folge für Axel hatte, dass er nun auch noch ein Fünf-Liter-Fässchen Bier heimschleppen musste. Aber natürlich erst, nachdem wir den Erfolg bei schmackhaften Speisen und Getränken – und ausreichend Sitzplätzen – gebührend gefeiert hatten.

Leider zog sich Michael auf der Heimfahrt mit dem Fahrrad eine tiefe Schnittwunde zu, die ihn längere Zeit außer Gefecht setzen wird. Wir wünschen ihm daher an dieser Stelle gute Besserung.

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