Schachtaktik von Ward Farnsworth

Unter www.chesstactics.org findet man die Schachtaktik-Seite von Ward Farnsworth.

Die Seite besteht im Prinzip aus zwei Teilen.

1. Im ersten Teil erklärt er in Worten anhand von vielen Hunderten von Beispielen wie man Schachtaktiken sucht und findet.

Dies tut er sehr ausführlich – allein zum Thema Springergabeln hat er rund Hundert Beispiele und alle werden mit viel Text erklärt.

Dies tut er sehr geordnet – bei den Springegabeln geht das von einzügigen Springergabeln bis zu vielzügigen Kombinationen in denen irgendwo eine Springerabel vorkommt.

Genauso für Dutzende andere Motive.

2. Der zweite Teil ist ein Trainer: eine Reihe von Rätseln, die ohne Lösungen gezeigt werden und mit denen man üben kann: Chess Quizzer

Man kann eine zufällige Stellung oder eine Stellung mit einem bestimmten Thema ausprobieren. Der Trainer erlaubt, nach einem Hinweis zu fragen, wenn man nicht weiterkommt oder die Antwort zu sehen.

Mein Urteil:

  • Schachtaktik hervorragend erklärt.
  • Ich habe schon viel draus gelernt und tue das weiterhin.
  • Auch für Anfänger geeignet.
  • Für Spieler, die besser sind als ich, vermutlich zu ausführlich.
  • Die Seiten sind gut mit PC oder Handy nutzbar.
  • Kostenlos, ohne Werbung und funktioniert ohne Registrierung.
  • In Englisch.

Schach-Apps #5: Chessvis

Eine App zum trainieren, die sich von allen anderen abhebt, ist Chessvis von Henry Feldman. Das Ganze gibt es nicht nur als App für iOS und Android, sondern auch online im Internet.

Visualisiere das Schachbrett und gewinne mehr Partien.
Chessvis wurde entwickelt, um bei dabei zu helfen.

Der Entwickler geht davon aus:

  1. Spiele unterhalb der Meisterstufe werden durch eine Taktik gewonnen.
  2. Eine taktische Gelegenheit ist vorhanden, weil dein Gegner einen nicht optimalen Zug gemacht hat.
  3. Du musst erkennen, wann eine taktische Gelegenheit besteht.

Das Erkennen erfordert zwei Dinge:

  1. Vertrautheit mit den Zeichen, dass es eine Taktik geben könnte (ungedeckte Männlen, schlecht geschützter König, Männlen, die nur durch ein anderes Männle gedeckt sind und so weiter).
  2. Und da du die Figuren nicht bewegen darfst, bevor du ziehst, die Fähigkeit, sich vorzustellen, wie man die Taktik vollständig durchführt.

Chessvis hilft beim zweiten Punkt, mit folgenden Trainingsarten:

Folge den Zügen
Verfolge eine Reihe von Zügen und aktualisiere dann das Brett bis zu diesem Punkt. Folge einem Spiel von Anfang an, von einer zufälligen Stelle innerhalb eines Spiels oder gib die Anzahl und Art der Figuren an, denen du folgen willst. Auch hier geht es um den Aufbau des „Gedächtnismuskels“.

Wer deckt wen
Eine interessante Übung, um die Bewegungen der Figuren und ihre Interaktion mental zu verfolgen.

Taktiken & Matt
Dies beinhaltet eine einzigartige Rückwärts-Funktion, um deine Vorstellungsfähigkeiten zu verbessern. Das Programm stellt ein Taktik- oder Mattproblem dar, zeigt aber das Diagramm eine Anzahl von Zügen, bevor die eigentliche Taktik- oder Mattsequenz beginnt. Du bekommst die gemachten Züge textuell angezeigt, um sie zu visualisieren und das Problem dann von einer Stellung aus zu lösen, die nur in deinem Kopf existiert.

Brett merken
Betrachte und merke dir eine Stellung und erstelle die dann neu. Nicht einfach, aber man kann die Anzahl der Figuren angeben. Wieder ist die Idee, den „Gedächtnismuskel“ aufzubauen.

Details

  • Die App ist kostenlos und werbefrei.
  • Bei allen Trainingsmöglichkeiten gibt es viele Optionen um die Schwierigkeit einzustellen.
  • Man kann sich registrieren und einloggen, muß es aber nicht. Soweit ich bisher gesehen habe, funktioniert alles auch ohne daß man sich registriert. So merkt sich die App zum Beispiel die Optionen, ohne daß man registriert ist.
  • Ein Schwachpunkt ist, daß man die Figuren nur per Drag-Drop bewegen kann, nicht per Klick-Klick. Am PC spielt es keine Rollen, aber am Handy ist das anfangs unbequem.
  • Die App und die Webseite gibt’s nur in englisch und die Notation der Züge ist nicht mit Figürlen, sondern mit Buchstaben. Man müßte für manche Übungsarten also die englischen Namen und Abkürzungen der Figuren kennen. Siehe unten.
  • König = King = K
  • Dame = Queen = Q
  • Turm = Rook = R (vgl Rochade)
  • Läufer = Bishop = B
  • Springer = KNight = N
  • Bauer = Pawn

Schach-Apps #4: Schachtrainer Lite

Die vierte Schach-App, die ich euch vorstellen will, ist Schachtrainer Lite von KemigoGames.

Diese App, ist wie auch der Schach Taktik Trainer von timleg werbefrei, kostenlos und ohne Internet benutzbar. Genau wie mit jener, kann man mit dieser Taktik trainieren.

Im Unterschied zur App von timleg kann man hier aber das Thema der Übungen auswählen und man kriegt kein Rating zugeordnet. Zu folgenden Themen gibt es je 100 Aufgaben:

  • Gabel
  • Lockung
  • Fesselung
  • Zerstöre die Verteidigung
  • Doppelangriff (schlecht übersetzt, sollte Abzugsangriff heißen)
  • Ablenkung
  • Schachfalle (schlecht übersetzt, sollte Figurenfang heißen)
  • Abzugsschach
  • Endlosschach
  • Gegenangriff
  • Matt in 1
  • Matt in 2
  • Matt in 3
  • Matt in 4 und mehr

Wenn man bei einer Aufgabe nicht weiterkommt, kann man sich einen Hinweis anzeigen lassen oder die Lösung.

Weitere Trainingsmöglichkeiten:

Schachbrett: Man soll in 30 Sekunden möglichst viele Felder auf dem Schachbrett finden, das funktioniert so, daß zB die Koordinate b3 angezeigt wird und man soll dann drauf tippen.

Herausforderung: Man soll möglichst schnell gemischte Aufgaben lösen.

Ersingen – SCI 7,5-0,5

Große Personalnot herrschte am Sonntag in der ersten Mannschaft. Da man die zweite Mannschaft nicht schwächen wollte, fuhren nur sechs SCIler nach Ersingen. Diese sechs bekamen die volle Härte der Bereichsklasse zu spüren. Schon kleine Ungenauigkeiten in der Eröffnung wurden von den Gegnern konsequent ausgenutzt, so dass am Ende nur ein Remis von Martin Gegenheimer auf der Habenseite stand.

Schach-Apps #3: Endspiel-Training

Wer Lust und Zeit hat, Endspiele aller Art zu trainieren, kann das am Handy mit der App Chess Endgame Training tun.

Die App ist kostenlos und werbefrei. Man kann viele Arten von Endspielen mit wenigen Figuren damit trainieren. Allerdings wirklich nur trainieren, die App gibt keine Erklärungen ab.

Wenn man auf den Zauberstab tippt, wird einem die Lösung zwar vorgeführt, aber das hilft einem unter Umständen auch nicht viel weiter.

Die App gibt’s noch nicht in deutsch, das ist aber nicht schlimm, da eh über all Figürlen angezeigt werden.