Der deutsche Meister trainiert mich

Der amtierende deutsche Meister im Schach heißt Niclas Huschenbeth. Das ist er:

Manchmal guckt er auch freundlicher.

Der hat vier oder fünf Dutzend Videocoaching-Filme aufgenommen. Und die kann man auf Youtube für umme angucken.

In jedem Video der Serie Videocoaching analysiert er eine halbe bis eine Stunde eine Partie und geht dabei auf Fehler und Ungenauigkeiten vor allem desjenigen ein, der ihm die Partie zugeschickt hat.
Die Partien sind oft von Schachspielern der unteren Kategorien, grob von DWZ 1200 bis 2200. Die machen Fehler, wie wir sie auch machen.

Die Analysen zeigen positionelle und taktische Fehler und Verbesserungen, die er für meinen Geschmack sehr gut erklärt. Die Videos sind alle auf deutsch. Erwähnenswert, weil Huschenbeth auch viele Videos auf englisch veröffentlicht.

Prädikat: Schach trainieren ohne sich anzustrengen. Absolut sehenswert!

Bartmann bester Blitzer

Mit elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die diesjährige Vereinsblitzmeisterschaft so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Die beiden Topfavoriten Martin Gegenheimer und Joachim Bartmann marschierten im Gleichschritt vorneweg, ehe Martin in der achten Runde gegen Sonya Zirkelbach strauchelte. Das direkte Duell in der vorletzten Runde musste Martin unbedingt gewinnen. In der von beiderseitiger Nervosität geprägten Partie behielt dann aber Joachim das bessere Ende für sich. Blitzmeister damit Joachim vor Martin und den geteilten Dritten Axel Wagner und Andreas Wicker.

Der Bereichsliganeuling siegt zum Auftakt!

Nominell ist der SCI nach seinem sensationellen Aufstieg in die Bereichsliga Abstiegskandidat Nummer eins, aber wir wollen uns wenigstens teuer verkaufen. Gleich zum Saisonauftakt ging es zu unserem Mitaufsteiger Birkenfeld 2. Dort rechneten wir uns Außenseiterchancen aus, zumal wir annähernd in Bestbesetzung antreten konnten. Es begann nicht gut, denn die Bretter sechs und sieben gingen verloren. Das sollten jedoch die einzigen Niederlagen bleiben. Zunächst holte Edelreservist Wieland Mitschele am achten Brett ein Remis. Die Aufholjagd begann mit Martin Gegenheimer, dessen Gegner eine aggressive Eröffnung gewählt hatte, in der sich aber Martin besser auskannte, wie rasch klar wurde. Mit einem ähnlich souveränen Sieg sorgte Andreas Wicker für den Ausgleich. Nachdem Axel Wagner sein Spiel unentschieden gegeben hatte, verwertete Uli Wicker seinen Mehrbauern im Turmendspiel zur 4-3-Führung. Joachim Bartmann nahm daraufhin das Friedensangebot seines Kontrahenten sofort an zum 4,5-3,5-Sieg für den SCI. Die Aufstiegeuphorie hält also wenigstens noch bis zum nächsten Spiel am 10. November an!

SK Keltern 3 – SCI 2 4:1

Die Zweite sieht sich auch nach Juris Wegzug als Ausbildungsmannschaft, bei der die Kinder und Jugendlichen in der C-Klasse ihre Erfahrungen sammeln, um möglicherweise in einigen Jahren die 1. Mannschaft verstärken zu können.

In der Sommerpause sah es zunächst gar nicht gut aus, denn der Schachbezirk Pforzheim plante einen Massenaufstieg in die Kreisklassen A und B, um diese Ligen bis zur Sollstärke aufzufüllen. Unsere in der C-Klasse verbliebene Zweite fand sich zunächst mit einem, dann immerhin mit einem zweiten Gegner konfrontiert.Daher begann man damit, sich nach alternativen Einsatzmöglichkeiten umzuschauen. Nach und nach tröpfelten dann aber die Rückzugsmeldungen aus der B-Klasse – bei der sechs Spieler am Start sein müssen – ein und so setzt sich am Ende die C-Klasse nun doch wieder aus sieben Vereinen zusammen, womit alle Beteiligten zufrieden sein dürften.

Juris Wegzug hatte zur Folge, dass Finley Runge und Daniel Weickenmeier ein Brett aufrücken und sich damit spielstärkeren Gegnern stellen mussten, aber auch, dass das Brüderpaar Kian und Farin Bohr zu seinem Punktspieldebüt kam. Interessanterweise trafen sie dabei ebenfalls auf ein Brüderpaar, wobei Kian Bohr das Husarenstück gelang, in seinem ersten Verbandsspiel überhaupt gleich einen Sieg einzufahren.

Leider blieben alle anderen Beteiligten erfolglos, sodass am Ende eine 1:4-Niederlage stand.

Schach-Apps #2: Schach Taktik Trainer von timleg

Heute stelle ich euch kurz den Schach Taktik Trainer von timleg vor.

Mit dieser einfachen App kann man, wie der Name sagt, Schachtaktik trainieren. Sonst nichts. Sie hat folgende Features:

  • Die App ist komplett kostenlos und frei von Werbung! Man braucht sich auch nirgends zu registrieren.
  • Eine Sammlung von rund 20.000 Taktiken, Mattaufgaben und Endspielen steht dir zur Verfügung. So wie im echten Spiel wirst du vorher nicht wissen was als nächstes kommt.
  • Dein Fortschritt wird anhand einer Elo-Zahl gemessen. Je besser du wirst, umso härter werden die Aufgaben. Man kriegt also immer Aufgaben auf einem einigermaßen angemessenen Niveau.
  • Stockfish 9 steht zur Analyse der Rätsel zur Verfügung.
  • Einfach nach rechts wischen, um die vorangegange Schach Taktik zu analysieren.
  • Funktioniert komplett ohne Internetverbindung, kann man also auch auf Reisen im Zug oder im Flugzeug oder in Jakutien benutzen.

Folgendes wäre verbesserungswürdig:

  • Man sollte die Schwierigkeit der Aufgaben grob einstellen können.
  • Das Brett ist immer so rum, daß der der am Zug ist, unten ist. Man trainiert also nur den Angriff. Ich hätte es gern, wenn man einstellen könnte, daß ein Satz Aufgaben andersrum kommt, also mit dem der dran ist, oben.
  • Manchmal werden Nebenlösungen nicht akzeptiert.

Dennoch insgesamt echt gut.