Nakamura – Esipenko, Berlin 2022

Wie immer am ersten Donnerstag im Monat wollen wir am 3. März eine Trainingseinheit mit dem Beamer abhalten. Dieses Mal wollen wir eine topaktuelle Partie anschauen. Sie wurde Anfang Februar in Berlin beim Grand-Prix-Turnier des Weltschachbundes FIDE gespielt. Heutige Partien auf Weltklasseniveau erscheinen oft viel komplexer als die „Alten Meister“, aber diese Partie ist auch für durchschnittliche Vereinsspieler verständlich. Der US-Amerikaner Hikaru Nakamura erspielt sich gegen den Russen Andrey Esipenko zunächst positionelle Vorteile, die er dann taktisch in Marialgewinn ummünzt, um schließlich das Endspiel routiniert nach Hause zu bringen. Nakamura wurde später auch verdienter Turniersieger. Beginn der Vorführung soll um 20.15 Uhr sein.

Pokalaus im Halbfinale

Nachdem wir in der ersten Pokalrunde mit Niefern bereits einen Landesligisten rausgeworfen hatten, war der zweite im Halbfinale zu stark. Das Match in Birkenfeld begann vielversprechend für uns, denn Neuzugang Sascha Marinkov konnte an Brett vier seine Partie gewinnen. Doch Birkenfeld konterte mit Siegen an den Brettern drei und zwei. Michael Erhardt kämpfte an Brett eins noch lange, um mit einem Sieg auszugleichen und ein Entscheidungsblitz herbeizuführen. Doch trotz eines Mehrbauern im Turmendspiel war mehr als ein Remis nicht drin. Endstand damit 2,5-1,5 für Birkenfeld. Am 27. März im Spiel um Platz drei gibt es ein Derby gegen Conweiler.

Michail Botwinnik – José Raúl Capablanca

Wie immer am ersten Übungsabend im Monat werden wir am 03. Februar eine Beamervorführung abhalten. Diesmal wollen wir uns den Sieg von Michail Botwinnik über José Raúl Capablanca beim AVRO-Turnier 1938 in Rotterdam anschauen. Botwinnik war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste sowjetische Weltmeister (Alexander Aljechin war Russe, emigrierte aber Anfang der 1920er Jahre nach Frankreich).

Capablana, Aljechins Vorgänger als Weltmeister, hatte während des Turniers einen leichten Schlaganfall erlitten, was Botwinniks Leistung aber nicht schmälern soll. Die Schlusskombination der Partie ist eine der bekanntesten der Schachgeschichte.

Michail Botwinnik (links) gegen Emanuel Lasker, Moskau 1936
(man beachte die Zuschauermassen im Hintergrund!)


Bezirkspokal: SCI im Halbfinale!

Im Viertelfinale des Bezirksmannschaftspokal empfing der SCI den Landesligisten aus Niefern-Öschelbronn. Der Pokal wird mit Viererteams ausgetragen, und diese vier Bretter konnten wir praktisch optimal besetzen. So waren wir sogar nominell etwas in der Favoritenrolle, denn die Gäste traten u.a. mit zwei Nachwuchsspielern an. Ausgerechnet diese beiden holten jedoch 1,5 Punkte. Aber dank Michael Erhardts Sieg an Brett eins genügten die Remisen von Joachim Bartmann und Axel Wagner an den Brettern zwei und drei aufgrund der Feinwertung zum Weiterkommen. Das Halbfinale ist auf den 30. Januar angesetzt. Wir spielen auswärts in Birkenfeld, ebenfalls ein Landesligist.

SCI – Ottenbronn 3,5-3,5; Neuenbürg 4 – SCI 2 2 – 3

Das erwartet enge Spiel war der Vergleich zwischen den noch verlustpunktfreien Teams aus Ittersbach und Ottenbronn. Die Gäste gingen an den Brettern sieben und vier mit 0-2 in Führung, ehe dem SCI der Ausgleich durch Thorsten Weiß und Andreas Wicker gelang. Axel Wagner brachte uns sogar 3-2 in Führung, doch eine unglückliche Niederlage an Brett fünf bedeutete den erneuten Gleichstand. Das letzte Spiel an Brett 1 musste entscheiden, aber Joachim Bartmann musste einsehen, dass an diesem mehr als ein Unentschieden für ihn und die Mannschaft nicht drin war. Der SCI bleibt mit nun 5-1 Punkte Tabellenzweiter hinter Neuenbürg 2.

Die zweite Mannschaft feierte bei ihrem zweiten Saisonspiel den ersten Sieg. Die Punkte holten Michael Kemter, Daniel Weickenmeier und Hagen Schansker. Wie schon letztes Jahr zeichnet sich ab, dass in der Kreisklasse C fast jeder jeden schlagen kann, so dass ein spannender Saisonverlauf zu erwarten ist.