Fünf neue „Diplomaten“

Das erste Jugendschach-Training nach den Ferien wurde von etlichen Teilnehmern genutzt, um Diplome zu absolvieren. Während Aaron Salveter das Bauern-Diplom abschließen konnte, bestanden Hanna Salveter, Juri Pokerznik und Daniel Weickenmeier das Läufer-Diplom und Colin Niederle gar das Turm-Diplom.

Herzlichen Glückwunsch !

Unser Bild zeigt Aaron, Hanna und Colin (hintere Reihe v. l.) sowie Juri und Daniel (vordere Reihe v. l.) beim stolzen Präsentieren ihrer Urkunden.

Sommerprogramm gestartet

Wie in den beiden vergangenen Jahren hat unser Vergnügungswart auch für 2016 ein Programm zusammengestellt, das den schachfreien Sommer mit allerhand Aktivitäten bereichern soll. Oftmals handelt es sich um wetterabhängige Ausflüge und sportliche Betätigungen, sodass u. U. eine kurzfristige Planung notwendig wird.

Den Anfang machte das beliebte Schachradeln: dabei handelt es sich weder um eine Extremsportart noch müssen unterwegs Bauern geschlagen oder gar mit entgegenkommenden Radlern die Damen getauscht werden. Es sollen lediglich die zahlreich vertretenen Radfahrer unter unseren Schachclüblern angesprochen werden und da wir natürlich die Nichtradler integrieren wollten, wurde diese erste Aktivität zu einer logistischen Herausforderung.

Am Fronleichnamstag stand die „Tour de Vogel“ auf dem Programm – eine Radtour, bei der diverse Biergärten in Durlach, Karlsruhe und Ettlingen angesteuert werden müssen, um am Ende eine fürstliche Belohnung zu erhalten. Gleichzeitig sollte eine Gruppe Bahnwanderer die selbe Tour bewältigen mit der Maßgabe, gemeinsam zu starten und an allen Stationen aufeinanderzutreffen.

Nachdem an diesem Tag herrlichstes Ausflugswetter herrschte und noch weitaus mehr Pfinztäler auf den Gedanken kamen, den Pfinztal-Radweg zu benutzen, der zeitweilig einer zweispurigen Fahrrad-Autobahn glich, saßen die Bahnwanderer an der ersten Station in Durlach bereits bei Radler und Schachradler, als die Radfahrer eintrudelten.

Anemrkung: Ein Schachradler unterscheidet sich von einem normalen Radler in der Regel dadurch, dass der Sprudel-Anteil durch Bier ersetzt wird.

Auf dem Weg zur zweiten Station erwies es sich von Vorteil, dass Martin Gegenheimer seine Pfadfinder-Gene anscheinend 1:1 an seine Kinder weitergegeben hatte – dank Jasmins Ortskenntnissen trafen die beiden Gruppen genau zeitgleich ein.

Markus Gegenheimer d. Ä. setzte dabei ein klares Hier-gibt-es-nichts-zu-holen-Signal an alle potentiellen Fahrraddiebe, indem er zwar drei Räder zusammenschloss, aber den Schlüssel demonstrativ im Schloß stecken ließ – diese Taktik erwies sich, wie sich bei der Rückkehr herausstellen sollte, als voller Erfolg !

Auf dem Weg nach Ettlingen wollten die Bahnwanderer dann nicht nur Bahn fahren, sondern auch ein wenig wandern, weshalb an der letzten Station die Radfahrer die Nase vorn hatten und dabei auch gleich den letzten freien Tisch sichern konnten.

Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle der AVG, die durch Einhaltung ihres Fahrplans die gesamte konzertierte Aktion überhaupt erst möglich gemacht hat.

Am Ende eines erlebnisreichen Tages stand für die Bahnwanderer eine gemütliche Heimreise an, während die Radler nochmal schwer in die Pedale treten mussten, galt es doch, die bisher deutlich negative Höhenmeterbilanz wieder auf Null zu bringen.

Fazit: wem diese Tour keinen Spaß gemacht hat, der ist selber schuld … und wer sie verpasst hat, auch !

Ab sofort wieder samstags Jugendtraining

Nach dem Ende der Pfingstferien geht endlich auch das Jugendtraining wieder los: am Samstag, 3. Juni 2016 beginnend und bis zu den Sommerferien an jedem Samstag von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr bietet unser Jugendleiter Joachim Bartmann Schachtraining für unsere Jugendlichen an. Achtung: es handelt sich hierbei nicht mehr wie bisher um Schachkurse, an deren Ende ein Schachdiplom steht, sondern um freies Training, zu dem wir neben unseren Jugendlichen, die in der Schnupperrunde mitwirken auch gerne Anfänger und Neuzugänge begrüßen ! (MGI)

Wanderung am Vatertag

Durch krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle wurde die Anzahl der Wanderer deutlich reduziert – obwohl der eine oder andere angeschlagen mitwanderte: sechs Teilnehmer, darunter ein Neuer, der sich natürlich sogleich mit der Wildschwein-Thematik befassen musste und erschüttert feststellte, dass wir uns in Ermangelung einer Saufeder eigentlich alle in latenter Lebensgefahr befänden. Glücklicherweise war dann aber das einzig Außergewöhnliche, das die Natur für uns bereit hielt, ein kapitaler Schwarzspecht, der uns ein Stück unseres Weges nach Auerbach begleitete. Im Wind wogende Hochstämme lösten philosophische Betrachtungen aus, die gut und gerne für wenigstens zwei Physik-Nobelpreise ausgereicht hätten, dann aber aufgrund der sportlichen Lage des kleinen Vereins – der es sich schlichtweg nicht leisten könnte, während der Hochsaison Vertreter nach Stockholm zu entsenden – wieder verworfen wurden.

In Auerbach angekommen mussten wir feststellen, dass die Plätze an der Sonne allesamt vergeben waren und wir uns mit Tisch Nr. 101 begnügen mussten – die anderen 100 Tische teilten sich die beiden Bedienungen schiedlich-friedlich. Nachdem wir uns selbst versorgt hatten, startete der ortsansässige Musikverein auch gleich ein Udo-Jürgens-Medley, um mit makabren Liedern den Kuchenverkauf anzukurbeln. Dabei kam die 1 Million-Euro-Frage auf, welche Dame den Schlager „Aber bitte mit Sahne“ schlussendlich überlebte:

A) Mathilde B) Ottilie C) Marie oder D) Liliane

Möööp – keine hat’s ganz geschafft, aber Liliane hielt zumindest am längsten durch: wichtig zu wissen, falls man mal zum Telefonjoker verdonnert wird …

Auf dem Heimweg fühlte sich mancher Expeditionsteilnehmer durch das Blätterrauschen im Wald und die salzgeschwängerte Luft (der menschliche Körper kann gut gesalzene Pommes nur zu einem gewissen Prozentsatz verarbeiten, das Restsalz wird mit der Atemluft ausgeschieden) an die Meeresküste versetzt.

Im Industriegebiet kam es dann zu einer kleinen Sensation: obwohl nur eine Steinwurfweite entfernt, ließen die Schachclub-Wanderer doch tatsächlich eine mögliche Station aus, um möglichst schnell zu Martins Geburtstagsfeier zu kommen, wo sich dann auch sämtliche Erkrankte – oder zumindest deren Partner – einfanden, weshalb sich Geburtstagsglück- und Genesungswünsche nahezu die Waage hielten.

Wanderung am 1. Mai

Die Wanderungen des SCI werden immer beliebter: obwohl durchwachsenes Wetter sowie eine 20 km-Strecke angekündigt waren, machten sich 10 Unentwegte am Sonntagmorgen auf den Weg und wurden gleich Zeuge eines überdimensionierten Maischerzes – denn ein Unbekannter hatte sich doch tatsächlich die Mühe gemacht, eine genmanipulierte Kuckucksuhr im Langensteinbacher Wald zu verstecken, die ununterbrochen die volle Stunde verkündete.

An der ersten Station angekommen – der St. Barbara-Ruine – stärkten wir uns zunächst und bewunderten sodann die Leistung des Ruinenbauers – wohl einer der anspruchsvollsten Berufe überhaupt, der nicht von ungefähr heutzutage als ausgestorben gilt. Wieviele Diskussionen mit den Bauherren waren wohl notwendig („Lasse ich dieses oder jenes Fenster unvollendet, ziehe ich die Mauer noch einen halben Meter höher oder nicht ?“), bis die Ruine endgültig ihre heutige Form erhielt !

Nun machten wir uns auf nach Busenbach, wo der dortige Fußballclub ein Maifest anbot. Aus ermittlungstaktischen Gründen die Waldbronner Wohnbebauung weitestgehend meidend, kamen wir von der Waldbronner Bevölkerung so gut wie unbeachtet bei dem von der Waldbronner Bevölkerung ebenfalls so gut wie unbeachteten Fest an. Abermals stärkten wir uns.

Das nächste Ziel lag in Etzenrot, wo die örtliche SPD mit leichter Verspätung ihre Wahlkampfsonnenschirme präsentierte. Hätte man die Veranstaltung vor der Landtagswahl durchgeführt, die Stadtilmer Bratwurst hätte locker das Direktmandat geholt. Auch sonst war an der Wiesenfesthalle allerhand geboten und wir konnten endlich das Rätsel lösen, woher wohl der Ausdruck „rotieren wie ein Waldbronner Karussell-Kind“ stammt. Dann verließen wir die Lokalität in Richtung Spielberg nicht ohne uns zuvor zu stärken.

Die Erinnerung ans Spielberger Feuerwehrfest beschränkt sich darauf, dass dort Livemusik geboten wurde und wir uns erneut stärkten.

Zwar wunderten wir uns, warum auf keiner der bisherigen Stationen Wildschweinbraten angeboten wurde, den Grund dafür erfuhren wir beim Nachhausemarsch durch den Spielberger Wald in quicklebendiger Form, denn nicht weniger als vier Exemplare dieser Gattung kreuzten unseren Weg, was schlagartig für Ernüchterung sorgte.

Auf diesen Schreck beschlossen wir, die Ernüchterung im „Rössle“ erfolgreich zu bekämpfen und die verbrauchten Kalorien (und vielleicht noch ein paar mehr) wieder zu uns zu nehmen.

Die Vollwanderer – und die meisten wanderten voll – kamen letztendlich nach 9 Stunden auf schlappe 21 Kilometer und freuen sich bereits auf den nächsten SCI-Wandertag am Vatertag.